Okt 10, 2011

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Online spielen – Warum es für uns schädlich ist

Online spielen – Warum es für uns schädlich ist

Online- Rollenspiele erfreuen sich besonders bei Jugendlichen immer größerer Beliebtheit, doch Eltern hingegen sind zunehmend besorgt. Kein Wunder, in den Medien hört man schließlich immer wieder, wie hoch die Suchtgefahr solcher Rollenspiele ist, doch warum ist das so und ist wirklich jeder gefährdet?

Das wohl bekannteste und unter Jugendlichen beliebteste Rollenspiel ist wohl World of Warcraft. Der Spieler flieht hier in eine Fantasiewelt mit Trollen, Zwergen und Elfen, in der immer neue Aufgaben, so genannte Quests erledigt werden müssen. Je schneller diese Aufgaben gemeistert werden, desto eher kann man ins nächste Level aufsteigen. Viele dieser Aufgaben sind aber alleine gar nicht zu schaffen, der Spieler muss sich also einer Gilde anschließen, um die Quests gemeinsam mit anderen Spielern zu erledigen.
In diesen Gilden herrschen allerdings oftmals harte Aufnahmekriterien und Regeln. So gibt es beispielsweise festgelegte Spielzeiten und Spieldauern, durch welche das reale Leben schnell in den Hintergrund gestellt wird, da man seine Gilde nicht im Stich lassen will.
Es entsteht also ein Gruppenzwang, bei dem sich die Spieler gegenseitig dazu bringen, immer mehr Zeit vor dem Computer zu bringen, um eine bessere Gruppenleistung zu erbringen. Man will ja auch nicht durch kürzere Spielzeiten oder geringere Erfolge negativ auffallen.

Auch sind viele der Online- Rollenspiele, so auch World of Warcraft, kostenpflichtig. Das heißt, nicht nur beim Kauf des Spiels fallen Kosten an, sondern auch monatliche Beiträge werden verlangt. Das trägt auch dazu bei, dass der Spieler immer mehr Zeit vor dem Computer verbringt, denn es entsteht das Gefühl, dass man für das Geld, welches man monatlich bezahlt, auch so viel wie möglich spielen möchte.

Die wohl größte Gefahr besteht aber in der Faszination der Fantasiewelt. Sie ist das komplette Gegenteil zur realen Welt und der Spieler kann hier vielleicht sogar Erfolge verbuchen und somit die Anerkennung anderer Spieler erhalten, was für ihn im normalen Leben kaum denkbar wäre.
Da vor allem Schüler und Studenten zu den Onlinespielern zählen, leiden oftmals die schulischen Leistungen unter der Sucht, da das Rollenspiel wichtiger ist oder der Spieler so vertieft in das Spiel ist, dass er einfach die Zeit vergisst.
Auch das Schlafverhalten leidet stark unter diesem Spielverhalten.

Eltern oder Freunde sind hier oft machtlos und können nichts weiter tun, als immer wieder an die Vernunft des Betroffenen zu appellieren oder Prävention zu leisten, indem vorab über Risiken und Gefahren gesprochen wird und die Spielzeit eventuell begrenzt wird.

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